Hans-Christoph Vöhringer bleibt als Classic-Car-Berater Teil der Motorsportgeschichte

Hans-Christoph Vöhringer hat als Entwicklungs- und Fahrzeugingenieur und Technischer Rennleiter für AUDI im Jahr 1991 zu Frank Bielas Sieg bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) beigetragen. Jetzt berät er Sammler im Bereich Classic Cars und Motorsport.

Hans-Christoph Vöhringer ist Experte, wenn es um den Bereich Motorsport geht. Aktuell ist der Dipl.-Ingenieur Fahrzeugtechnik als Berater für Sammler von Classic Cars tätig. Davor war er als Entwicklungs- und Fahrzeugingenieur bei Audi und Mercedes tätig und hat so unter anderem zu Frank Bielas historischem DTM-Sieg 1991 beigetragen.

Hans-Christoph Vöhringers Herz schlägt für den Motorsport. Als Fahrzeugingenieur bei Mercedes und Audi hat er so manchem Rennfahrer zum Sieg verholfen. Heute hat sich Hans-Christoph Vöhringer beruflich neu orientiert, doch die Leidenschaft für schöne und schnelle Autos besteht weiterhin. Er entwickelt weiterhin Fahrzeugkomponenten und baut Prototypen, Darüber hinaus berät er nun Sammler mit den Schwerpunkten Rennsport, Gruppe 2,5,6, Gruppe C und T1 und Classic Cars.

WAS SIND CLASSIC CARS?

Classic Car Club of America

Hans-Christoph Vöhringer gilt in der DACH-Region als kompetenter Ansprechpartner für die Themen Motorsport und Classic Cars. Aber was genau sind Classic Cars eigentlich? Als Laie sollte man hier zunächst einmal wissen, dass der Wert und die historische Bedeutung von Autos eine Kategorie für sich sind. In Deutschland unterscheidet man im Bereich der historischen Vehikel zum Beispiel zwischen Oldtimern und Youngtimern. In Amerika ist der Fall allerdings schon komplizierter. Hier gibt es den sogenannten Classic Car Club of America, der Fahrzeuge in die Kategorien Classic Car und Full Classics aufteilt. Der Club hat sogar eine Liste mit anerkannten Fahrzeugen veröffentlicht, die in diese Bereiche fallen.

Der Classic Car Club of America geht bei der Beschreibung von Klassikern nach sehr strengen Richtlinien vor. Die Kategorien, die in Deutschland ausreichen, um ein Auto als Oldtimer zu bezeichnen, reichen hier nicht aus. Für den Classic Car Club gelten nur solche Modelle als Klassiker, die zwischen 1915 und 1948 produziert wurden, ein besonders ausgefallenes Design aufweisen, hohe technische Standards besitzen und hochwertig verarbeitet wurden. 

Hans-Christoph Vöhringer

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN CLASSIC CARS, VINTAGE UND ANTIKEN AUTOS

die Fahrzeuge ab einem Alter von mindestens 45 Jahren

Wer nach historischen Automodellen recherchiert, wird neben Oldtimern und Classic Cars auch auf die Begriffe „Vintage“ und „Antike Autos“ stoßen. Um in diese Kategorien eingeordnet zu werden, muss ein Auto ein bestimmtes Alter haben. Als Antik gelten Fahrzeuge zum Beispiel erst ab einem Alter von mindestens 45 Jahren. Vintage-Autos müssen dagegen zwischen 1919 und 1930 gebaut worden sein. Hans-Christoph Vöhringer hat allerdings festgestellt, dass die Einstufungen in Kennerkreisen oft variieren und es keine allgemeingültigen Regelungen für diese Klassifikationen gibt.

HANS-CHRISTOPH VÖHRINGER ERKLÄRT, WANN EIN AUTO IN DEUTSCHLAND ALS OLDTIMER GILT

man muss mit dem Begriff „Oldtimer“ weltweit vorsichtig umgehen

Unter deutschen Autosammlern werden die Begriffe „Oldtimer“ und „Youngtimer“ verwendet, die mittlerweile auch juristisch anerkannt sind. Oldtimer erhalten, wenn sie den erforderlichen Kriterien entsprechen, sogar das historische H-Kennzeichen und gelten als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut.

Ein solches Kennzeichen wird allerdings nur Modellen verliehen, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Umlauf gebracht wurden und sich in einem guten Erhaltungszustand befinden. Darüber hinaus müssen sämtliche Bauteile eines Oldtimers aus der Original-Zeit stammen, was vor allem für Restauratoren eine Herausforderung darstellt.

Auto-Fans wie Hans-Christoph Vöhringer wissen allerdings, dass man mit dem Begriff „Oldtimer“ weltweit vorsichtig umgehen muss. In Großbritannien meint man mit „Oldtimer“ zum Beispiel kein Auto, sondern einen alten Mann. Historische Autos werden hier als „vintage car“ oder „classic car“ bezeichnet.

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WIE VIEL SIND CLASSIC CARS WERT?

Nicht jeder kann sich das Sammeln von Classic Cars leisten

Classic Cars zu sammeln ist kein Hobby, das sich jedermann leisten kann. Die teuersten Modelle bewegen sich im Millionen-Bereich. Selbst für günstigere Classic Cars kann man sich vermutlich eine Vierzimmerwohnung leisten. Als Motorsport-Fan verfolgt Hans-Christoph Vöhringer jedes Jahr das TCCT Collector’s Ranking, wo die 100 wichtigsten Classic-Car-Sammler der Welt aufgelistet werden. Die Spitze wird hier momentan von Evert Louwman aus den Niederlanden angeführt, der eine stolze Sammlung von 230 Oldtimern vorweisen kann.

Unter den weltführenden Classic-Car-Sammlern findet man aber auch anderweitig bekannte Namen. So befindet sich zum Beispiel Modeguru Ralph Lauren auf Platz drei der Ranking-Liste. Ralph Lauren hat sich auf die italienischen Marken Ferrari und Bugatti spezialisiert. Auch aus der Musikszene gibt es einige bekannte Classic-Car-Sammler: Nick Mason, der früher für Pink Floyd am Schlagzeug saß, liegt momentan auf Rang 30 des TCCT-Collectors Ranking. Auf eine bestimmte Marke hat sich Nick Mason nicht spezialisiert, millionenschwer ist seine Sammlung aber nichtsdestotrotz.

HISTORISCHE CLASSIC CARS

Eines der teuersten Autos, die je verkauft wurden

Zu den Modellen, die bei Autoliebhabern wie Hans-Christoph Vöhringer das Herz höherschlagen lassen, gehören viele Autos, die in Deutschland produziert wurden. Eines der teuersten Autos, die je verkauft wurden, ist zum Beispiel das Mercedes-Modell Uhlenhaut-Coupé, für das ein anonymer Käufer 135 Millionen Euro bezahlte.

Hans-Christoph Vöhringer